9/28: 155.000 Milligram Propofol…

By Published On: 28/09/2011Categories: Daily Briefing

# “Jackson-Prozess”-Update: Zum Start zwei Versionen, wie Jackson wirklich starb! Knallhart zuerst die Anklage gegen Leibarzt Conrad Murray: Dessen “Fahrlässigkeit und Inkompetenz kostete Jackson das Leben”. Der größte Schock: Gezeigt wurde das erste Todesfoto, vorgespielt eine schockierende Audio-Aufzeichnung, wo Jacko im völligen Delirium nur mehr lallt. Murray wird beschuldigt, aus Gier Jackson alle Wünsche erfüllt zu haben. Er bestellte 155.000 Milligramm des Narkosemittels “Propofol”. Protokolle von Murrays Handy-Gesprächen sollen auch belegen, wie der Kardiologe Jackson nach der Überdosis die Hilfe verwehrte hätte: Er ließ ihn zuerst allein, als er den leblosen Körper entdeckte, rief er statt der Notrufnummer 911 Jacksons Manager an. 25 Minuten verstrichen. Murrays Anwalt Ed Chernoff zeichnete ein konträres Bild: Er portraitierte Murray als Arzt, der Jacksons Süchte heilen wollte. Zwar verabreichte er auf Wunsch zwei Monate lang Propofol, doch begann drei Tage vor Jacksons Tod mit dem Entzug, Am Todestag hätte sich Jackson die Überdosis aus Lorazepam und Propofol “selbst verabreicht”. Anwalt Chertoff: “Michael Jackson starb so plötzlich, dass er nicht einmal seine Augen schließen konnte – nichts hätten ihn retten können”.
+ Als erster Zeuge sagte dann Choreograf Kenny Ortega aus: Michael verpasste im Juni einige Proben, er wirkte zusehends “verloren” und “verwirrt”, anderen wäre sein Gewichtsverlust aufgefallen. Danach war “AEG Life”-Chef Paul Gongaware an der Reihe: Jackson selbst habe auf 21 zusätzliche London-Konzerte bestanden, sagte er.

# Einer der “most wanted” US-Verbrecher nach 41 Jahren gefasst: George Wright, der als verurteilter Mörder 1971 aus einer Haftanstalt in New Jersey floh und später ein Flugzeug entführte, wurde jetzt in einem Dorf außerhalb von Lissabon verhaftet. Wright lebte nach seiner ersten Flucht zwei Jahre lang in Detroit als Mitglied der “Black Liberation Army”. Dann ging er als Priester verkleidet an Bord eines Jets, den er mit Komplizen nach Miami entführte. Die Pistole hatte er in einer ausgehöhlten Bibel versteckt. In Miami erhielten sie Lösegeld, bestanden darauf, dass FBI-Beamte in Badehosen das Geld überbringen. Danach ging es via Boston nach Algerien. Seine Komplizen wurden 1976 in Paris verhaftet, Wright blieb flüchtig – bis jetzt.

# Hacker stehlen die persönlichen Daten von “Goldman Sachs”-CEO Llyod Blankfein: Die auf einer Website publizierten Dokumente beinhalteten Adressen, Klagen, in die er involviert war, Geschäfts-Informationen – aber keine sensiblen Finanzdaten. Die Gruppe “CabinCr3w” übernahm die Verantwortung: Die hatten am Montag Videos über Polizeiübergriffe gegen Anti-Wall-Street-Demonstranten veröffentlicht.