11/4: Perfekter Bösewicht?
# Murray-Update: Schlussplädoyers im Jackson-Prozess: Heute Urteil? David Walgren legte Donnerstag im LA-Gerichtssaal zuerst los, beschuldigte Murray durch Inkompetenz, Egoismus, Gier und Rücksichtslosigkeit den Kindern Prince, Paris und Blanket den Vater geraubt zu haben. Die Aufnahme von Jackson unter schweren Medikamenteneinfluss auf seinem iPhone wäre “verabscheuungswürdig” gewesen. Murray hätte die Notärzte zu spät gerufen, sie dann angelogen. Trotz dem Wissen um Jacksons schwache Gesundheit bestellte er 15 Liter an Propofol. Er hätte ihn am Todestag des 25. Juni 2009 nicht überwacht, telefonierte (ein Anruf 23 Minuten), verschickte lange Emails. Als er Jacko ohne Atem vorfand, konzentrierte er sich eher auf das Einsammeln von Beweisen, so Walgren. Murray hätte das OK zum 911-Anruf erst gegeben, als Jacksons Bodyguards Injektionsnadeln und Infusions-Beutel in einen Sack steckten. Murray verabsäumte auch, Jacksons Zustand zu dokumentieren: “Er protokolierte weder Puls noch Atmung, keine der verabreichten Dosierungen, nichts”. Kurz: Murray machte ein “medizinisches Experiment” mit Jackson, sein Verhalten ist “krimineller Leichtsinn”. Murray-Verteidiger Ed Chernoff konterte mit einem kraftvollen Vortrag mit Powerpoint-Präsentationen: Murray hätte dem Popstar nur 25 mg “Propofol” injiziert, eine Dosis an der Jackson “unmöglich hätte sterben können”. Deshalb sei auch völlig unerheblich, ob Murray Jackson aus den Augen ließ. Die Beweise seitens der Staatsanwaltschaft, wonach Jackson am ständigen “Propofol”-Tropf hing, seien nicht schlüssig. Chernoff beharrte auf seiner These, dass Jackson hinter Murrays Rücken Lorazepam-Pillen schluckte. Trotz aller Fehler habe es Murray nicht verdient, von den Staatsanwälten als “perfekter Bösewicht” wie in einem Krimi dargestellt zu werden.
# “Cain-Gate”: Erste öffentliche Stellungnahme von einem der bisher drei Opfer für heute erwartet! Die “American Restaurant Assn.” erlaubt einer Frau nun, trotz des Schweigegelübdes schriftlich ihre Sicht der Dinge darzustellen. Bekannt wurde auch, das ein Opfer $35.000 an Kompensation erhielt, das zweite $45.000. (LAT) Laut neuen Details, soll Cain einer Frau, damals in den Dreißigern, sexuelle Akte suggeriert haben und durchblicken lassen, dass sei bei einem “Nein” ihren Job verlieren könnte.
+ Dennoch: Laut “Rasmussen” führt Cain mit 26 % vor Romney 23 % und Gingrich 14 %.
# Neue Studie: Zu langes Sitzen kann Krebs auslösen! Viel Fitness senkt hingegen das Risiko von vor allem Brust- und Darmkrebs.
# Neuer Todesstrafen-Skandal: Nächsten Donnerstag soll in Texas der wegen eines Dreifachmordes zum Tod verurteilte Henry “Hank” Skinner exekutiert werden. Am Tatort wurde DNA des Killers (Blut an der Tatwaffe, eine blutige Jacke, Haare, die eines der Opfer abriss) entdeckt. Doch diese DNA wurde niemals untersucht, obwohl dadurch Schuld oder Unschuld von Skinner eindeutig bestimmt werden könnte. Seit zehn Jahren drängen seine Verteidiger auf Tests, doch die Staatsanwaltschaft verweigert beharrlich. Durch den Fall kommt auch Gouverneur Rick Perry unter Druck, der sich um das Präsidentenamt bemüht.
# NASA entdeckt Eisberg in der Antarktis der Größe Manhattans: Aufklärungsflieger entdeckten das abgebrochene, 28 Kilometer lange Eisfeld. Wissenschaftler befürchten, dass durch ein rasches Abschmelzen des Packeises die Gletschern im Landesinneren rasche ins Meer fließen und sich der Eisabbau beschleunigen könnte.
+ Klima-Horrorzahlen: Dramatischer Anstieg der Treibhausgase, 2010 wurden 564 Millionen Tonnen mehr an CO2 als im Jahr davor emittiert.
# Rosenkrieg zwischen Kim Kardashian und Kris Humphries eskaliert: Der NBA-Star fordert nun den $2 Mio. teuren Ehering zurück. Kims Mutter empört sich auf ABC: “Ein Geschenk ist ein Geschenk…” TMZ berichtete unterdessen, dass das Paar sich bereits bei den Verhandlungen zum Ehevertrag vor dem “Ja”-Wort in die Haare geriet. Einige Rechtsanwälte meinen, dass ihre Entscheidung, aus “Intuition” die Scheidung einzureichen und keine Eheberatung zu versuchen, die Gültigkeit des “Prenup” in Frage stellen könnte. Neue Details gibt es zu den Profiten durch das TV-Hochzeits-“Special”: Laut Vertrag erhalten Kim und Kris 30 % aller Werbeeinnahmen während der Sendezeit der Doku, die Sendung lief in 50 Staaten.
# Nicht einmal nackt kommt Lindsay Lohans Karriere vom Fleck: Das Magazin Playboy bestellte sie nun zurück zum Fotoshoot, da der Chefredaktion die ersten Sujets nicht gefielen. Es soll alles komplett neu gemacht werden, so “Radar Online”.

