Hochspannung vor zweiter TV-Debatte: Reißt Obama Steuer herum?


Print Friendly, PDF & Email

Riesig ist der Druck für US-Präsident Barack Obama, seinen Wahlkampf für weitere vier Jahre im Oval Office mit einem feurigen Auftritt in der zweiten TV-Debatte zu retten. In Runde Eins ging ein apathischer, ja lustloser Obama im rhetorischen Feuerwerk von Rivalen Mitt Romney unter. Die Kritik war verheerend, er stürzte prompt in den Umfragen ab: Obama liegt nun 45,9 zu 47,3 Prozent zurück (RealClearPolitics.com).

Jetzt paukte der Amtsinhaber das Wochenende über vor dem TV-Duell am Dienstag an der „Hofstra University“ nahe New York: Er sagte Wahltermine ab, zog sich mit Beratern und Debatten-Coaches in einem Ressort in Williamsburg (Virginia) zurück. Gearbeitet wird an einem aggressiveren Stil. Doch die Gefahr ist wiederum groß, dass er zu zornig rüberkommt:  Vize Joe Biden etwa hatte sein Duell gegen Romneys Nr. 2, Paul Ryan, letzten Donnerstag zwar inhaltlich gewonnen, wurde jedoch wegen verächtlichem Gelächter als respektlos kritisiert.

Obama soll vor allem Löcher in Romneys ständigen Meinungswechsel („Flip-Flops“) bohren. Er wolle auch, so Berater, Romneys Vergangenheit als „Gierbanker“ bei „Bain Capital“ ausleuchten, wie auch das Skandal-Video, wo der Republikaner 47 % der US-Bürger als Faulenzer bezeichnete, anprangern. Das Debatten-Format kommt Obama diesmal zu Gute: In einer Art „Bürgerversammlung“ dürfen auch einfache Wähler Fragen stellen.

Previous 10/12: Ryan ver-Bidend...
Next 10/15: One Giant Leap...