Drama an der Grenze: Kanadier retten Flüchtlinge vor US-Polizisten


Grenze
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Es waren dramatische Szenen, die sich in den Bürgerkriegszonen des Nahen Osten oder Afrikas abspielen hätten können: Eine Familie mit Kindern hetzt einer Grenze zu einem sicheren Land entgegen, verfolgt von Grenzschützern. Auf der anderen Seite warten Beamte – und helfen den erschöpften Asylsuchenden im letzen Moment bei der Flucht in die Sicherheit.

Nur: Das Flüchtlingsdrama spielte sich an der US-Grenze zu Kanada im Norden des Bundesstaates New York ab.

Die acht Asyl-Suchenden, darunter vier Kinder, wurden von Beamten der “U.S. Customs and Border Patrol” in Champlain in einem Taxi gestoppt. Die Grenzer konfiszierten ihre Pässe. Die Flüchtlinge rannten los, kämpften sich durch hüfttiefen Schnee am Weg durch das Niemandsland.

Polizisten der “Royal Canadian Mounted Police” warteten auf der anderen Seite – und hoben einige der kleineren Kinder über die Grenze.

Ein “Reuters”-Fotograf hielt die dramatische Szene fest. Besonders ein Foto, in dem ein kanadischer Polizist einem Kollegen eines der kleinen Kinder überreicht, geht unter die Haut.

Nach der Exekutivverordnung durch US-Präsidenten Donald Trump zur Deportation illegaler Einwanderer flüchten immer mehr Menschen über die Grenze nach Kanada.

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