Trump zweifelt weiterhin an Putins zentraler Rolle bei Cyberattacken


Trump
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Bei seiner großen Grundsatzrede am Tag vor dem Beginn des G20-Gipfels hat Donald Trump bei seinem Besuch in Polen neuerlich die Verteidigungsausgaben der NATO zum Thema gemacht.

Der US-Präsident hielt die Rede vor tausenden Menschen vor dem Denkmal für den Aufstand in Warschau gegen das Nazi-Regime 1944. Generell ging es bei der Ansprache um die Verteidigung der Werte des Westens. Dramatisch sagte er: „Hat der Westen noch den Willen, zu überleben?“

Der Republikaner bekräftigte Amerikas klares Bekenntnis zur NATO. Die USA haben nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten bewiesen, dass sie fest hinter Artikel 5 stehen“, sagte der Republikaner. Gemeint ist damit die Bestandspflicht im Fall einer Attacke. Dann sagte er aber auch:  Genau deshalb müssten die Mitgliedsländer ihren Verpflichtungen nachkommen.

Trump hatte bereits bei seiner ersten Europa-Reise in Brüssel im Mai Länder wie Deutschland oder Frankreich bloßgestellt, die seiner Meinung nach bei der Armee sparen – und sich auf die USA verlassen.

Schwerpunkt der Ansprache war auch der Aufruf zum gemeinsamen Kampf gegen den Terror.

Nicht nur der Inhalt von Trumps jetziger Rede in Polen sorgte für Schlagzeilen: Um für Jubelbilder beim Auftritt des sonst so umstrittenen US-Präsidenten zu sorgen, hatte die nationalistische PiS-Partei Trump-freundliche Parteimitglieder mit Bussen nach Warschau gebracht.

Der US-Oberkommandierende griff bei der Rede erstmals auch Russlands Präsident Wladimir Putin voll an – und das 24 Stunden vor dem ersten Treffen der beiden: Putin solle aufhören, “verbrecherische Regime” wie in Syrien zu unterstützen, zürnte Trump. Er kritisierte auch Moskaus Rolle im Ukraine-Konflikt.

Bei einer Pressekonferenz davor allerdings bezweifelte Trump neuerlich, dass Moskau alleine für die Cyberangriffe auf die US-Wahlen verantwortlich wäre. Da könnten auch andere beteiligt gewesen sein, niemand könne „das genau sagen“, widersprach Trump seinen eigenen Geheimdiensten. Die halten klar Putin als Drahtzieher.

Trump flog dann weiter nach Hamburg zum G20-Gipfel.

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