Interview des Jahres: Bringt Pornostar Trump ins Wanken?


Stormy
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Es könnte für Donald Trump einer der schwärzesten Tage seiner Präsidentschaft werden, der mächtigste Mann der Welt zittert vor einem Pronostar: In Kürze wird im US-TV das Interview mit der Sex-Filmdarstellerin Stormy Daniels ausgestrahlt – die Ausstrahlung hatte sich wegen einer Nachspielzeit bei den College-Basketball-Playoffs („March Madness“) verzögert.

Das Drama könnte packender kaum sein: Daniels, die im bürgerlichen Namen Stephanie Clifford heißt, will in der Sendung “60 Minutes” über ihre frühere Affäre mit Trump auspacken.

Laut CNN behauptet Daniels in dem Gespräch mit Star-Reporter Anderson Cooper, dass Trump zu ihr gesagt hätte: „Du erinnerst mich an meine Tochter“.

Der Pornostar erzählte auch, dass sie im Jahr 2011 nach einem ersten Magazin-Interview über die Affäre ein unbekannter Mann auf einem Parkplatz in Las Vegas angesprochen und ihr gedroht hatte: „Lass Trump in Ruhe! Vergiss diese Story!“, sagte der Mann. Daniels war zusammen mit ihrer kleinen Tochter: „Das ist ein wunderschönes, kleines Mädchen, es wäre doch schade, wenn ihrer Mutter was passieren würde“, so der Unbekannte.

Die Beziehung soll im Juli 2006 in einem Luxus-Ressort in Lake Tahoe (Kalifornien) begonnen und fast ein Jahr lang gedauert haben.

Trumps Frau Melania hatte sich damals um Baby Barron gekümmert. Trump bestreitet die Affäre komplett –  sein Anwaltsteam drohte der Sexfilm-Aktrice mit einer Klage in der Höhe von 20 Millionen Dollar.

130.000 Dollar Schweigegeld

Der Fall ist auch deshalb so brisant, da Trumps Privatanwalt Michael Cohen der Blondine während des Wahlkampffinales 2016 130.000 Dollar an Schweigegeld bezahlt hatte – und möglicherweise gegen Wahlkampf-Finanzgesetze verstoßen haben könnte.

Daniels Anwalt erhöhte die Spannung, als er ein Foto einer DVD auf Twitter postete: “Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, wie viele Worte sind das?”, sagte er. Offenbar wird hier angedeutet, dass es Foto- und Video-Beweise über die Affäre  gebe.

Der Anwalt, Michael Avenatti, sagte auf CNN: Bei dem Tweet handle es sich um einen “Schuss vor den Bug” des Präsidenten.

Daniels stellte vor der Ausstrahlung fest, dass sie lediglich ihre Geschichte erzählen und sich verteidigen wolle.

Trump war schon davor wegen mutmaßlicher Sex-Affären enorm unter Druck geraten: Am Donnerstag hatte eine weitere Verflossene, Playboy-Model Karen McDougal, über ihre Beziehung mit Trump auf CNN ausgepackt.

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