Trump bleibt unter Dauerbeschuss – doch seine Basis hält weiter zu ihm


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Gerade rief Donald Trump einen „nationalen Notstand“ aus, um sich Gelder für seine Mexikomauer zu ertrotzen.

Mit acht Milliarden Dollar will er Hunderte Kilometer an Stahlgrenzzäunen errichten. Nur 1,3 Milliarden jedoch hat der Kongress genehmigt.

Seither fegt ein neuerlicher Sturm der Entrüstung durchs Land: 16 US-Staaten, darunter Kalifornien und New York, verklagten Trump wegen einer „konstruierten Krise“ zur Umgehung des Kongresses.

Tatsächlich: Außer Trump sehen nur seine treuesten Anhänger einen „Notstand“, nachdem die Zahlen illegaler Grenzübertritte seit Jahren sinken. Das Justizdrama wird am Ende der Supreme Court entscheiden.

Zehntausende Menschen demonstrierten am Montag, dem Feiertag „President’s Day“, in zahlreichen US-Metropolen gegen die Notstands-„Machtergreifung“, wie sie zürnten.

Der „Amerika Zuerst“-Präsident macht auch bei der Außenpolitik Druck: In Venezuela will er das Maduro-Regime stürzen, von Deutschland verlangt er die Rücknahme deutscher ISIS-Kämpfer. Der Handelskrieg mit China dauert an. 

Doch weiterhin prallen Skandale und Schnitzer an „Teflon-Trump“ ab: Nachdem er zuletzt wegen der Regierungsstilllegung fast schon auf der Matte lag, haben sich die Popularitätswerte auf im Schnitt 43,5 Prozent stabilisiert. Nicht berauschend natürlich, aber auch noch kein nixonisches Desaster.

Die weiter robuste US-Konjunktur bleibt Trumps politisches Fangnetz.

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