AR TV: Doppelmassaker in El Paso und Dayton: Wirbel um Trump-Visiten


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Donald Trump besucht Mittwoch die Schauplätze der jüngsten Amokläufe in El Paso (22 Tote) und Dayton (9 Tote).

In beiden Städten hält sich die Begeisterung über den Besuch des US-Präsidenten in Grenzen – besonders in El-Paso, wo es Killer Patrick Crusius (21) auf Latinos abgesehen hatte und Trumps Hassparolen über eine „Invasion“ von Migranten als Motiv für die Bluttat in einem Manifest erwähnt hatte.

Die Bürgermeister beider Städte sagten, dass sie Trump nur in ihrer „offiziellen Kapazität“ treffen werden. Proteste sind in beiden Städten erwartet worden.

Die komplexen Hintergründe der beiden Amokläufe sorgen für eine explosive, gar bizarre politische Debatte:

  • In El Paso wütete ein rechtsextremer Terrorist, der aus Ausländerhass mordete. Bekannt wurde, wie selektiv der El-Paso-Killer Opfer jagte: Er hatte es nur auf Hispanics abgesehen, so Zeugen: Weiße und Schwarze ließ er leben, auf Latinos feuerte er.
  • In Dayton wiederum ist der Mörder ein linker Irrer, der die Demokratin Elizabeth Warren unterstützte, jedoch an Wahnvorstellungen litt, wie eine Ex-Freundin berichtete („Er hörte Stimmen im Kopf…“).

Die Medienberichterstattung ist je nach politischer Neigung dementsprechend eingefärbt: Linke Kabelsender wie MSNBC und CNN fokussieren auf El Paso, der rechte Kanal Fox News auf Dayton. 

Amerika unterdessen ist in Panik verfallen: Am Times Square liefen hunderte Menschen panisch davon, als wegen des Lärms eines Motorrad-Auspuffs an Schüsse geglaubt wurde. 20 Personen wurden bei der Trampelei verletzt.

Auch die Nachfrage nach schusssicheren Westen und Rucksäcken ist explodiert.

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