Syrien: Trump macht komplette Kehrtwende – doch es ist längst zu spät 


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US-Präsident Donald Trump verkündet Sanktionen gegen die Türkei und warnt den türkischen Präsidenten Erdogan vor „Kriegsverbrechen“. Die US-Truppen will er nun nicht ganz heimholen, sondern nur woanders in der Region stationieren. 

Der Kongress nimmt angesichts des fatalen Murks das Heft selbst in die Hand: Nancy Pelosi (D) und Lindsey Graham (R) wollen in seltener überparteilicher Eintracht Trumps Abzugsbefehl rückgängig machen. 

Trump spielt sich jetzt auf als Friedensstifter und Obervermittler – er verlangte einen sofortigen Waffenstillstand.

Doch nicht vergessen ist natürlich, dass er das blutige Kriegschaos selbst ausgelöst hat:  Vor acht Tagen signalisierte Trump in einem Telefonat mit Erdogan, dass sich US-Truppen einer türkischen Invasion in den syrischen Kurdengebieten nicht in den Weg stellen würden. Trump kündigte sogar den Abzug an. 

Doch genau der könnte jetzt schwierig werden: Nach der Einnahme einer wichtigen Verbindungsstraße durch die für die Türkei kämpfenden Milizen ist einer der Rückzugswege blockiert.

Laut einem Report hat sich Trump offenbar verspekuliert: Er glaubte, Erdogan würde bluffen mit der angekündigten Invasion in Nordsyrien.

Jetzt fallen die Dominosteine für die US-Interessen fatal:

  • ISIS-Terroristen brechen aus Gefängnissen aus.
  • Syriens Machthaber Baschar Al-Assad spielt sich auf als Kurden-Retter
  • und Russland sowie der Iran, die das Assad-Regime unterstützen, zählen ebenfalls zu den klaren strategischen Gewinnern.

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