Impeachment-Drama: Beide Seiten rüsten zur Schlacht im Senat


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Es ist eine historische Woche in Washington: Das Repräsentantenhaus soll am Mittwoch die beiden Anklagepunkte im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump absegnen. 

Das erst dritte Impeachment der US-Geschichte wäre damit perfekt – nach Andrew Johnson (1868) Und Bill Clinton (1998). Richard Nixon trat vor dem Start eines Amtsenthebungsverfahrens zurück. 

Es wird bereits gerüstet zur großen Schlacht im Senat – wo der eigentliche Impeachment-Prozess abgehalten wird Anfang 2020. 

Und dieser Mann konnte zum großen Ankläger gegen den US-Präsidenten werden: Demokratische Abgeordnete drängen die Partei-Führung, Justin Amash zur Zentralfigur bei der kommenden Trump-Anklage im Senat zu manchen. Amash war früher Republikaner und hat die Partei aus Protest gegen Trump verlassen. 

Es wird bei dem politischen Schachzug gehofft, dass durch einen konservativen Ankläger die Vorwürfe von Trump & Co. über eine angeblich von Linken vorangetriebene Hexenjagd entkräftet werden könnten.  

Der Top-Demokrat im Senat, Chuck Schumer, plant ebenfalls die Strategie der „Dems“ beim Showdown im Kongress-Oberhaus: Schumer möchte die Anklage gegen Trump mit der gerichtlichen Einziehung weiterer Dokumente und der Vorladung von vier neuen Zeugen, darunter Ex-Sicherheitsberater John Bolton, beim Senats-Prozess ausweiten. 

Ob sich die Republikaner-Führung darauf einlässt, ist fraglich: Senats-Chef Mitch McConnell deutet bereits an, dass seine Partei vor allem Trump nach Kräften verteidigen wolle.

Die Demokraten jedoch wollen den Druck aufrechterhalten: Gerade wurde der vollständige, 658-Seiten-Report der Impeachment-Untersuchungen veröffentlicht – mit neuen Details über das mutmaßliche Fehlverhalten von Trump um Skandal „Ukrainegate“.

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