Spitäler sind überrannt: New York im Würgegriff der Coronavirus-Epidemie


Print Friendly, PDF & Email

Stand Freitagmorgen gab es 1.562 Tote, alle sieben Minuten stirbt ein Opfer. Verzweifelt ist die Lage in den vollen Spitälern: Ganze Abteilungen wurden aufgelöst und in Corona-Intensivstationen verwandelt.

Die Kranken röcheln in Betten am Gang oder der Cafeteria. Es gibt Engpässe bei der Schutzkleidung, Medizin und sogar der Sauerstoff wird knapp. In sechs Tagen könnten die Beatmungsgeräte ausgehen, warnte Gouverneur Andrew Cuomo. 

Doch: Die Notreserven der „Feds“ sind bereits fast aufgebraucht. Für Ärger sorgt auch:  Im 1000-Betten-Lazarettschiff der Navy,  der „USNS Comfort“, deren Einlauf die New Yorker noch bejubelten, werden derzeit bloß 20 Patienten behandelt. Der Grund: bürokratische Hürden. „Das ist ein Witz“, so ein Spitalschef.

Zur Herausforderung wird der Abtransport der Toten: Die Leichenhallen in den Spitälern sind voll, davor stehen Kühllaster zur Aufbewahrung. 130 weitere sollen angeliefert werden.

Oft werden die Toten in der Nacht vom Personal in die Laster gehievt, damit es niemand sieht.

Previous In "Bild": Todesangst (auch) hinter Gittern
Next Corona-Tagebuch New York, Day 18: Gesichtsmasken, anyone?