In Georgia können Leute am Montag wieder ins Kino gehen…


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Die Wiedereröffnung Amerikas passiert bereits in den nächsten Tagen – zumindest in Teilen der USA: Die Bundesstaaten Texas, Georgia, Tennessee und South Carolina verkündeten Pläne über Lockerungen der „Shutdowns“ inmitten der Coronavirus-Pandemie. 

Am aggressivsten ist der Plan von Georgias Gouverneur Brian Kemp: Geschäfte sollen bereits am Freitag aufsperren, obwohl es in dem US-Staat 20.000 Infektionen gibt und 775 Tote zu beklagen sind. Am Montag sollen sogar Kinos wieder eröffnet werden. 

Die Bürgermeisterin der Millionen-Metropole Atlanta, Keisha Lance Bottoms, konnte es kaum fassen: „Ich weiß nicht, auf welche Fakten sich der Gouverneur bei seiner Entscheidung gestützt hat“, sagte sie. 

Die Protestbewegung gegen den Corona-Lockdown zeigte unterdessen neuerlich Flagge: In den Hauptstädten von North Carolina, Missouri und Alabama marschierten wieder Tausende mit US-Flaggen und Trump-Plakaten, meist ohne jegliche „Social Distancing“-Abstände. Während in North Carolina Protest-Märsche stattfanden, wurde verlautet, dass hier gerade die höchste tägliche Todesopferzahl verzeichnet worden war.

Zu einer Kundgebung kam es auch in Washington DC – auf die Straße gingen aber hier Krankenschwestern und Pfleger: Sie standen in den letzten Wochen an den Frontlinien beim Kampf gegen die Corona-Pandemie, oft ohne ausreichenden Schutz. 

Bei der Demo vor dem Weißen Haus wurde mit Foto-Postern der toten Kollegen gedacht. Präsident Donald Trump wurde aufgefordert, bessere Ausrüstung zur Verfügung zu stellen.    

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