Trump geht in der Corona-Katastrophe in die Offensive – gegen China


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US-Präsident Trump behauptete, dass die Pandemie die schlimmste Attacke gegen die USA aller Zeiten wäre, furchtbarer als Japans Angriff auf Pearl Harbor (2400 Tote) und die Terrorattacken des 11. September 2001 (3000 Tote).

Wörtlich sagte er im Oval Office: „Das ist schlimmer als Pearl Harbor, das ist schlimmer als das World Trade Center. Einen solchen Angriff hat es noch nie gegeben.“ Und: „Es hätte nie passieren dürfen, man hätte es am Ursprung stoppen können, in China“.

Peking wies die Anschuldigungen scharf zurück: Trump wolle mit den Vorwürfen bloß von eigenen Verfehlungen, seiner „unfassbaren Ignoranz“ ablenken, hieß es.

Die US-Regierung kündigte an, über neue Wirtschaftssanktionen zu beraten. Experten sind besorgt wegen des Showdowns: Der Konflikt könnte einen „Kalten Krieg“ zwischen den zwei Riesenstaaten auslösen, so Expertin Rachel Esplin Odell zu „USA Today“, die Spannungen ja sogar in einem Waffengang münden. 

Beide Seiten nützend die immer martialischere Rhetorik, „um innenpolitisch von den Fehlern des anderen profitieren zu können“, so Odell. Klar ist: Trump steht unter enormen Druck – und das sechs Monate vor den Präsidentschaftswahlen.

Außer im „Hotsspot“ New York war es nirgendwo in den USA gelungen, die Infektionskurven abzuflachen. Jetzt sperren in mehr als 40 US-Bundesstaaten Betriebe wieder auf – und die Zahl der Toten wächst.

Mittwoch starben 2.695 Amerikaner, es war die vierthöchste Opferzahl pro Tag. Stand Donnerstagmorgen kamen 73.243 Menschen in den USA um.

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