US-Präsident Trump ist wegen George-Floyd-Protesten in die Krise geschlittert


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Donald Trump will das Militär gegen die Protestbewegung nach dem Tod des Schwarzen George Floyd einsetzen.

Die Front aber gegen ihn wird breiter. Zuerst prangerten die Vorgänger des US-Präsidenten, George W. Bush und Barack Obama, das mangelnde Krisenmanagement im Oval Office an. Jetzt stellten sich auch der Chef des Pentagon, Mark Esper, und hochrangige Generäle gegen Trump. Esper sagte klar, dass er keine Soldaten in Städte schicken werde zur Kontrolle von Demonstranten.

Der sogenannte „Insurection Act“ erlaube in „extremen Notlagen“ zwar so einen Einsatz, das sei allerdings nur „ein allerletztes Mittel“, so Esper. Und: Man sei weit entfernt von einer solchen Bedrohung. Im Weißen Haus schäumt Trump, so Insider. Feuert er nun Esper?

Eine volle Breitseite feuerte auch Trumps Ex-Verteidigungsminister James Mattis ab: Er warf seinem ehemaligen Boss vor, die Nation absichtlich zu spalten, eine Taktik, die auch die Nazis angewandt hätten. Trump machte den Ex-General, Spitzname „verrückter Hund“, als „am meisten überbewerteten General aller Zeiten“ herunter.

Klar ist: Trump ist in die „schwerste Krise seiner Präsidentschaft geschlittert“, so die „New York Times“. Die von ihm erhoffte Wiederwahl im November wackelt.

Der Schock über den Tod von Floyd, den der Polizist Derek Chauvin mit dem Knie an der Kehle erdrosselte, und die folgenden Massendemos gegen Rassismus brachten Amerika an den Rand des Abgrunds – und Trump versagte als Vermittler.

Jetzt hat er die schlechtesten Umfragewerte seit Monaten (43,5 % Zustimmung). Im Duell mit Demokraten-Rivalen Joe Biden liegt er elf Prozent hinten.

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