Bewegende Trauerfeiern für Polizeiopfer Floyd in Minneapolis und New York


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Der Tod des schwarzen Polizei-Opfers George Floyd hatte Amerika ins Protestchaos gestürzt. In Minneapolis, wo der Schwarze vom Killer-Cop Derek Chauwin mit dem Knie im Nackten erdrosselt wurde, trauerten Hunderte vor dem aufgebahrten Sarg.

Der Bürgerrechtler Al Sharpton riss mit einer aufwühlenden Rede die Zuseher mit. Der Fall Floyd wäre symbolisch für die jahrhundertelange Unterdrückung von Schwarzen in den USA, donnerte Sharpton.

Die Weißen hätten immer schon „ihr Knie auf unseren Nacken“ gedrückt. Mit der Coronavirus-Krise im Hinterkopf fuhr er fort: „Die andere Pandemie, die uns in Amerika allzu bekannt ist, die Pandemie des Rassismus und der Diskriminierung, die hat George Floyd getötet.“

Sharpton zum Schluss: „Nehmt die Knie von unseren Nacken!“

Bei einer öffentlichen Gedenkfeier in Brooklyn (New York) vor Zehntausenden appellierte der Bruder des Mordopfers, Terrence Floyd, an die Demonstranten, auf Gewalt zu verzichten. „George hätte das nicht gewollt“, sagte er. 

Die Massen zogen dann über die Brooklyn Bridge. Bei nächtlichen Kundgebungen wurden während der Ausgangssperre 200 Protestierer in New York festgenommen.

Es gab jedoch keinen weiteren Plünderungen. 

Auch im Rest der USA waren die Demos friedlich. Floyd wird am Dienstag in Houston bestattet. 

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