Trauerfeier und Begräbnis: Amerika nimmt Abschied von George Floyd


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Der grauenhafte Tod des Afroamerikaners George Floyd in den Händen der Polizei in Minneapolis hat schwere Unruhen in den USA ausgelöst, wie auch Demos rund um die Welt gegen Rassismus. 

In einer Serie von Trauerfeiern wird Floyd in seiner früheren Heimatstadt Houston (Texas) geehrt: Tausende Trauernde sollen Montag am in der Kirche „The Fountain of Praise“ aufgebahrten Sarg vorbei defilieren.

Die bewegenden Szenen beim letzten Abschied wühlen die USA auf.

Die Begräbnisfeier ist für Dienstag in der gleichen Kirche geplant: Von Bürgerrechtler Al Sharpton wird eine neue zündende Rede erwartet. Schon in Minneapolis bei einer früheren Trauerfeier hatte er verlangt: „Nehmt das Knie von unserem Hals!“

Er verwies dabei auf den Tod von Floyd, der vom Polizisten Derek Chauvin langsam erdrosselt worden war. Seit zwei Wochen marschierten Millionen für ein Ende von Polizeigewalt und Rassendiskriminierung, zuletzt friedlich. 

Floyds Tod ist auch politisch hochbrisant und wird zum ersten Top-Thema des US-Wahlkampfes. Der Kontrast ist klar: Donald Trump (R) trifft Ordnungshüter. Das hat Symbolkraft: Als „Law & Order“-Präsident will er die Wiederwahl schaffen. 

Demokraten-Herausforderer Joe Biden jedoch stellt sich auf die Seite der Bürgerrechtsbewegung, am Montag war ein Treffen mit Floyds Familie geplant.

Der Horror-Tod das Polizeiopfers führt bereits zu dramatischen Konsequenzen: Der Stadtrat in Minneapolis beschloss die Auflösung des gesamten Polizei-Departements. Wie künftig für die Sicherheit in der Metropole gesorgt werden soll, darüber wolle man noch beraten.

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