Pulverfass Kenosha: US-Präsident Donald Trump gießt weiter Öl ins Feuer:


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Jetzt verteidigt er jenen 17-jährigen Milizionär Kyle Rittenhouse, der im Unruheort Kenosha (US-Staat Wisconsin) zwei Demonstranten der „Black Lives Matter“-Bewegung erschossen hatte.

Es könnte ein „Akt der Selbstverteidigung“ gewesen sein, spekulierte Trump. Die Staatsanwaltschaft hatte Rittenhouse des zweifachen Mordes angeklagt, nachdem er mit einem AR-15-Sturmgewehr das Feuer eröffnet hatte.

In Kenosha kommt es seit den Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake zu gewalttätigen Krawallen. Blake war von einem weißen Cop siebenmal in den Rücken geschossen worden. Für Dienstag war ein Besuch von Trump in Kenosha angesetzt: Es wurde befürchtet, dass die Visite die explosive Lage weiter verschlimmern könnte.

Trump wollte mit eigenen Augen das Ausmaß der Zerstörung sehen, nachdem bei den Unruhen Gebäude abbrannten und Geschäfte geplündert wurden. Der Besuch bot politischen Sprengstoff: Trump möchte im Wahlkampffinale als „Law & Order“-Präsident punkten – Demokraten-Rivale Joe Biden beschuldigt ihn jedoch, Rassenspannungen zu politisieren und die Gewalt anzuheizen. (bah)

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