Letzte Verzweiflungsschläge: Trump verlangte „neu berechnetes Ergebnis“ in Georgia


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Immer dreister geht Donald Trump in die Offensive beim Versuch, die Wahlniederlage durch einen „Putsch-Versuch“ einfach umzukehren: Der US-Präsident bedrängte mehr als eine Stunde lang am Telefon den obersten Wahloffiziellen des Bundesstaates Georgia, Brad Raffensperger, kurzerhand ein neues Resultat zu vermelden – mit Trump als Sieger. 

Trump wiederholte in dem von der „Washington Post“ enthüllten Anruf bereits mehrfach entkräftete Vorwürfe über einen angeblichen Wahlschwindel: 5.000 Tote hätten gewählt, Trump-Stimmen wären im Schredder gelandet und Wahlcomputer manipuliert worden.

Der Republikaner Raffensperger hielt dagegen: Trumps Behauptungen wären „nicht korrekt“, konterte er. Trump aber wurde noch deutlicher: „Finden Sie 11.780 Stimmen!“, verlangte der Präsident. Es wäre eine Stimme mehr als sein Rückstand in Georgia hinter Wahlsieger Joe Biden (D).

Trump drohte auch, Raffensperger würde durch sein Festhalten am zertifizierten Wahlresultat ein „Verbrechen“ begehen. 

Das Telefonat löste einen politischen Feuersturm aus. Trump selbst hätte das Gesetz gebrochen mit dem unverhohlenen Aufruf zum Wahlbetrug, so die „New York Times“.

Zum letzten Akt des Wahldramas kommt es am Mittwoch, wenn der Kongress Bidens Sieg offiziell machen soll. 12 Republikaner-Senatoren jedoch wollen gegen die Zertifikation der Wahlmännerstimmen (Biden 306, Trump 232) abstimmen.

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