Hochspannung in Minneapolis: Mord-Prozess gegen Derek Chauvin startet


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Mit einem Tag Verspätung begann die Geschworenen-Selektion im Mordprozess gegen Derek Chauvin (44).

Der Polizist hatte im Mai des Vorjahres den Afro-Amerikaner George Floyd mit dem Knie an der Kehle zu Boden gedrückt, der  46-Jährige starb.

Das Schockvideo, in dem Floyd mehrmals flehte „Ich kann nicht atmen!“, löste einen der größten Schwarzen-Aufstände der US-Geschichte aus und führte zu „Black Lives Matter“-Protesten rund um die Welt.

Tagelang brannten Städte – darunter Minneapolis, wo Floyd starb. 

Zum Prozessstart herrscht deshalb Sicherheitsstufe rot: Amtsgebäude sind verbarrikadiert, Geschäfte zugenagelt. Die Kosten bisher: mehr als eine Million Dollar.

Ex-Cop Chauvin ist angeklagt wegen „Mord zweiten Grades“ und „Todschlag“, gleich zum Beginn des Sensationsprozesses muss Richter Peter Cahill aber noch entscheiden, ob die Anklage mit dem Punkt „Mord dritten Grades“ ausgeweitet werden soll. Chauvin droht eine lange Haftstrafe. 

In dem Verfahren werden zuerst die Geschworenen ausgewählt, eine Herausforderung, denn viele Kandidaten könnten von der Medienberichterstattung über Floyds grausamen Tod voreingenommen sein.

Ein Urteil könnte im April fallen. Bei einem Freispruch werden neue Rassenunruhen befürchtet.

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