Zickzack-Kurs, Zuwendung an Wuhan-Labor: Top-Virologe Fauci im Kreuzfeuer der Kritik


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Er gilt als Legende – doch jetzt steht er zunehmend am Pranger: Dr. Anthony Fauci (80) ist Amerikas bekanntester Virologe und wurde während der Corona-Pandemie zu einer der wichtigsten Figuren, als er gebetsmühlenartig vor den tödlichen Covid-Gefahren warnte.

Doch jetzt wächst die Kritik am Direktor des „National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ (NIAID): Denn Fauci musste zuletzt bestätigen, über die Gruppe „EcoHealth Alliance“ eine Zuwendung von 600.000 Dollar an ein Labor im chinesischen Wuhan autorisiert zu haben. Das „Wuhan Institute of Virology“ gilt immer mehr als wahrscheinliches „Ground Zero“ des Seuchen-Horrors (bisher weltweit 3,48 Millionen Tote). 

Was zuletzt als wirre Verschwörungstheorie abgetan wurde, wird jetzt auch von hochkarätigen Forschern und Experten als wahrscheinlichste These der Covid-Pandemie anerkannt: Das Virus könnte aus dem Labor entsprungen sein, hinausgetragen möglicherweise durch angesteckte Mitarbeiter! 

Laut US-Geheimdienstberichten wären im November 2019 drei Labormitarbeiter in Krankenhäusern behandelt worden, Wochen vor dem von Peking offiziell gemeldeten ersten Fall. Chinas Regierung behauptet bis heute, dass die Ausbreitung des Virus auf einem Marktplatz mit teils exotischen Tieren den Ursprung nahm. 

Mit Faucis Geldern wurden Experimente bezahlt, in denen die Übertragung des Coronavirus von Fledermäusen auf Menschen studiert wurde. Im Brennpunkt aber steht längst auch der Verdacht, dass Versuche im Rahmen einer „Gain of Function“-Forschung durchgeführt worden sein könnten – mit Zuwendungen aus den USA: Dabei werden bei Viren Mutationsprozesse beschleunigt, um deren Übertragbarkeit, Virulenz und Antigenität anzupassen. Der Zweck: Neu auftretende Infektionskrankheiten besser vorherzusagen und Impfstoffe entwickeln zu können. 

Fauci, der auch als Top-Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden (78) fungiert, bestritt bei einem Kongress-„Hearing“ zuletzt energisch, dass Gelder für solche Versuche verwendet worden wären. 

Immer mehr Forscher hatten zuletzt festgestellt, dass das Virus aufgrund spezifischer Mutationen kaum natürlichen Ursprungs sein dürfte. Und Fauci selbst sagte zuletzt, dass er „nicht mehr überzeugt“ davon wäre, dass das Coronavirus aus der Natur komme. Früher hatte er die Labor-Theorie jedoch oftmals sogar schmunzelnd lächerlich gemacht. 

In den USA wächst der Zorn vor allem vieler Republikaner auf den Virologen – besonders wegen der Wuhan-Kontroverse, aber auch aufgrund seines rhetorischen Zick-Zack-Kurses während der letzten 14 Monate. 

Denn Faucis Wuhan-Kehrtwende ist nur eine von vielen: 

  • Im Januar 2020 hatte er das Risiko für Corona-Erkrankungen in den USA als „äußerst gering“ bezeichnet: Er kritisierte dazu auch die vom damaligen Präsidenten Donald Trump (74) verhängten Flugverbote für Reisende aus China. In den USA starben bis heute mehr als 590.000 Opfer an Covid-19. 
  •  Zum Beginn der Pandemie hatte Fauci behauptet, dass das Tragen von Masken nicht nötig wäre – um dann später zum größten Verfechter des Maskentragens zu werden. Er empfahl sogar Doppelmasken.   
  • Im April dieses Jahres meinte er, dass es in den USA keine große Gefahr für eine, durch Mutationen befeuerte Infektionswelle geben würde. Wenige Tage später jedoch warnte er vor genau einer solchen Welle. Die Zahlen wären „verstörend“, lamentierte er.  

# Dann predigte er nimmermüde, dass Menschen auch im Freien Masken tragen sollen, um neuerlich kurz darauf komplett seine Meinung zu ändern: „Wenn Sie geimpft sind, ist das Risiko natürlich verschwindend gering“, sagte er, als die Seuchenbehörde CDC das Masken-Mandat praktisch aufgehoben hatte.

Es ist nicht die erste nationale Kontroverse um Fauci: Der Virologe mit einer mehr als 50 Jahre langen Karriere geriet bereits wegen der frühen Forschung am HIV-Virus ins Kreuzfeuer der Kritik, vor allem von der LGBTQ-Gemeinde, die angesichts der damals tödlichen AIDS-Epidemie der Regierung Untätigkeit vorgeworfen hatte. Der führende AIDS-Aktivist Larry Kramer attackierte Fauci gnadenlos, beschimpfte ihn sogar als „inkompetenten Idioten“. Doch die damalige Arbeit des NIAID-Chefs wurde später positiv bewertet, Kramer lobte ihn dann als „einzigen wahren Helden“ innerhalb der Regierung.      

Angesichts der jüngsten Corona-Kontroversen reißt konservativen Politiker nun der Geduldsfaden: Der Kongress-Abgeordnete Warren Davidson (R) verlangte Faucis Rücktritt und reichte dafür sogar eine Gesetzesinitiative ein: Der „FIRED Act“ steht für „Fauci Incompetence Requires Early Dismissal“, also „Faucis Inkompetenz erfordert eine frühzeitige Entlassung“….

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