Afghanistan-Desaster: Biden unter Druck


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Der Präsident wappnet sich für eine „brutale Niederlage“, so „Axios“, nachdem die US-Botschaft in Kabul nicht gehalten werden konnte – wie zunächst geplant.
Die diplomatische Vertretung war auch ein wichtiges Geheimdienstzentrum: US-Diplomaten wurden angewiesen, wichtige Papiere und Desktop-Computer vor ihrer Abreise zu vernichten. Biden verfolgte das Drama machtlos vom Wochenend-Sitz Camp David aus.
Die für die USA schmerzhaftesten Bilder werden aber noch folgen: Taliban-Kämpfer dürften in Kürze durch das Botschaftsgebäude und die Residenz des ausgeflogenen Botschafters strömen, wie auch in der legendären Bar „Duck and Cover“, einst frequentiert Soldaten, Diplomaten und Journalisten, posieren.
Heftige Kritik kommt von den Republikanern: Präsident Biden habe „Blut an seinen Händen“, sagte der republikanische Texas-Abgeordnete Michael McCaul. Und weiter: „Das wird ein Schandfleck für diesen Präsidenten und seine Präsidentschaft sein!“
Das Weiße Haus bemühte sich um Schadensbegrenzung, doch machte alles schlimmer: Auf einem Foto ist Biden mutterseelenallein in einem Konferenzraum zu sehen bei einer Video-Konferenz mit Beratern.
Andere GOP-Mitglieder kritisierten, dass Biden während des Falls von Kabul keine öffentlichen Aussagen getätigt und „geurlaubt“ hätte.

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