Horror-Unfall: Alec Baldwin erschießt am Western-Set irrtümlich Kamerafrau


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Es klang zuerst wie ein schlechter Witz vor Halloween – doch war tödliche und tragische Realität: Der Schauspieler Alec Baldwin hat bei Dreharbeiten eine Filmemacherin erschossen.

Es handelte sich um einen grässlichen Unfall: Der Filmstar hatte bei der Produktion eines Westerns in Santa Fe (US-Bundesstaat New Mexico) mit einer Platzpatronen-Pistole geschossen. Aufgrund einer offensichtlichen Fehlfunktion löste sich ein Teil. Getroffen wurde „Photography Director“ Halyna Hutchins (42).

Die schwer verletzte Mutter eines Kindes wurde per Flugambulanz in das „University of New Mexico Hospital“ geflogen, doch dort für tot erklärt. Der Regisseur des Streifens „Rust“, Joel Souza (48), war verletzt worden. Er wurde inzwischen aus dem Spital entlassen. 

Baldwin ist in den Momenten nach dem Unfall zu sehen, wie er unter Tränen zusammenbricht. Er wurde von der Polizei vernommenen, doch durfte die örtlichen Wache wieder verlassen. Es gab keine Verhaftung oder Anzeige.

Die Ermittler gehen von einem Unfall aus. Die Polizei gab nur wenige Details über den Todesschuss am Filmset bekannt: Es sollen sich „Projektile“ beim Schießen mit Platzpatronen gelöst haben, die Hutchins und den Regisseur getroffen haben. Es wird aber noch nicht ausgeschlossen, ob irrtümlich scharfe Munition im Spiel war. Es war auch noch unklar, ob der Schuss während des Filmes oder den Vorbereitungen fiel. Und ob Baldwin absichtlich feuerte, oder versehentlich.

Die Polizeiermittlungen dauern an. In dramatischen Fotos sind die Szene nach dem Horror festgehalten: In einer Aufnahme telefoniert Baldwin weinend, in einer anderen beugt er sich völlig verzweifelt am Straßenrand nach vorne. Sein Team sprach von einem „Unfall“.

Das Todesopfer hatte zuletzt fröhliche Fotos und Videos vom Drehort auf der für Filmarbeiten berühmten „Bonanza Creek Ranch“ gepostet. In einem war sie auf auf einem Pferd zu sehen: „Das tolle am Filmen eines Westerns ist, dass man in der Freizeit auf Pferden herumreiten kann“, schrieb sie.

Es war nicht der erste tödliche Vorfall mit Platzpatronen auf einem Filmset: 1993 wurde der Schauspieler Brandon Lee (28) beim Dreh des Streifens „The Crow“ erschossen, als eine Waffe irrtümlich mit scharfer Munition geladen war.

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