Speaker-Drama, Runde 2: Republikaner-Bürgerkrieg stürzt Kongress ins Chaos


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Der Republikaner Kevin McCarthy scheiterte zunächst bei der Wahl zum Kongress-„Speaker“. Am Dienstag. Und nun auch bisher am Mittwoch.

Es ist eine historische Klatsche für die „Grand Old Party“ (GOP): Nach der Übernahme der Macht im Repräsentantenhaus sollte McCarthy zum Vorsitzenden („Speaker“) gewählt werden. Eine solche Wahl ist sonst bloß eine Formalität.

Doch wegen eines „Putsches“ des extrem rechten Parteiflügels fehlt dem Trump-Vertrauten die nötige Stimmenmehrheit. So etwas passierte in den USA seit 100 Jahren nicht.

Bei dem Drama suchen die Republikaner fieberhaft nach einem Kompromiss: McCarthy hat fünf Parteikollegen beauftragt, mit den 20 „Rebellen“ zu verhandeln.

Nach drei erfolglosen Abstimmungen am Dienstag, folgten drei weitere am Mittwoch. Das Ergebnis: immer das gleiche. Nämlich keines.

McCarthy könnte auch mit den Demokraten verhandeln, um sich dort die nötigen Stimmen zu holen. Es scheint aber klar, dass Bidens Partei vorerst kaum Lust haben dürfte, die Konservativen aus ihrem Schlamassel zu befreien.

Es ist ein Image-GAU für die Partei: Die Republikaner wollten mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus dem Weißen Haus Paroli bieten – jetzt schaffen sie nicht einmal die Kür ihres Parteiführers.

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