Zerreißt diese Woche Amerika? Das Trump-Drama fesselt die ganze Welt.


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Es herrschte Hochspannung vor dem historischen Dienstag. Erstmals in der US-Geschichte wird ein Ex-Präsident nach einer Anklage verhaftet werden.

Die USA halten den Atem an: Donald Trump werden in einem Gerichtsgebäude in Lower Manhattan Fingerabdrücke und eine DNA-Speichelprobe abgenommen, ein Haftfoto („Mugshot“) geknipst.

Nach der Vorführung beim U-Richter dürfte Trump wieder nach Florida zurückkehren.

Trump wird von der Staatsanwaltschaft die Fälschung von Geschäftsunterlagen, sowie mögliche Wahlfinanzverstöße vorgeworfen – als er 2016 130.000 Dollar Schweigegeld an Ex-Affäre Stormy Daniels überweisen ließ.

Er wollte verhindern, dass das Techtelmechtel mit dem Pornostar nicht ins damalige Wahlkampffinale platzte.

Trump fliegt schon am Montag in seine alte Heimatstadt New York. Nach einer Nacht im Trump-Tower wird er Dienstag entlang einer sieben Kilometer langen Route zum Gericht gebracht.

New York gleicht einer Festung.

Gegner und Anhänger des Republikaners haben zu Demos aufgerufen. Alle 36.000 Polizisten des NYPD sind in Alarmbereitschaft. Das „Secret Service“ wird Trump selbst während der Verhaftung bewachen – eine einzigartige Situation.

Während des Dramas soll auch die zunächst unter Verschluss gehaltene Anklageschrift öffentlich gemacht werden. Es soll 34 Anklagepunkte geben, bei einer Verurteilung drohen bis zu vier Jahre Gefängnis. 

Der Ex-Präsident plant nach seiner Rückkehr in sein Mar-a-Lago-Ressort eine „Rede an die Nation“ : Er will als „Opfer einer Politjustiz“ politisch punkten.

Trump selbst schlachtet seine Verhaftung aus: Denn sie wirkt bei seinem Wahlkampf zur Wiederkandidatur 2024 wie ein Turboschub. Er legte in den Umfragen zuletzt kräftig zu, in den 24 Stunden nach der Anklage-Ankündigung flossen vier Millionen Dollar am Senden. 

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