Trump vs. Biden: Das „Rückspiel“ ums Weiße Haus hat begonnen


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Eigentlich hat Donald Trump die Republikaner-Vorwahlen nach nur zwei Abstimmungen (Iowa, New Hampshire)  gewonnen – auch wenn seine letzte verbliebene Rivalin, Nikki Haley, trotzig weitermacht.

Sie tingelt durch ihren Heimatstaat South Carolina (Primaries: 24. 2.) und tut so, als könne sie Schwergewicht Trump doch noch irgendwie abfangen…

Trump könnte es gelassen nehmen. Sie hat in keinem einzigen weiteren US-Bundesstaat Chancen.

Aber Gelassenheit ist nicht seine Stärke: Er will Haley – die Trump als „verunsichert“ auf die Schaufel nimmt – mit Brachialtaktiken zur Seite drängen. Er drohte sogar Spendern für den Haley-Wahlkampf mit einer „Boykottliste“. 

Aber es ist ein Nebenschauplatz. Denn Trump ist praktisch fix der Republikaner-Kandidat für die Präsidentschaftswahlen (5. 11.). Es wird das „Rückspiel“ gegen Joe Biden. Genau so sieht es auch der Präsident selbst, der neuerlich einen Wahlkampf um die „Seele Amerikas“ führen möchte. 

Es gab prompt Personalrochaden in Bidens bisher zahnlosem Kampagnenteam. Denn er liegt in Umfragen zurück, zuletzt mit 34 zu 40 Prozent, so Reuters/Ipsos.

Bei dem Greisenduell (beide zusammen sind 158 Jahre alt) scheint es um eine Wahl zwischen dem „geringeren Übel“ zu gehen. 65 Prozent der US-Wähler wollten überhaupt andere Kandidaten.

Besonders bei den Demokraten brennt der Hut: Immer wieder tauchen Gerüchte über einen möglichen „fliegenden Wechsel“ zu Ex-First-Lady Michelle Obama auf. So oder so, es droht eine Schlammschlacht, die Amerika weiter zerreißt: Biden geißelt seinen Gegner als „Putschisten“ und „Diktator“. Trump giftet, der „krumme Joe“ sei „dement“ und „hasse Amerika“.

Und das alles sind erst die Aufwärmrunden… 

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