„Pineapple Express“: Opferbilanz steigt auf drei Tote nach massivem Kalifornien-Sturm


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Das Tiefdrucksystem, das wegen einer rapiden Intensivierung als „Bomben-Zyklon“ bezeichnet wurde, löste einen sogenannten „atmosphärischen Fluss“ mit sintflutartigem Regen aus.

37 Millionen Menschen leben in Regionen mit Flutwarnungen. Im Großraum San Francisco wurden dazu Windböen von 96 km/h gemessen, also fast Hurrikan-Stärke. In den Bergen waren es sogar bis 128 km/h. Am Flughafen in San Francisco mussten am Sonntag 69 Flüge gestrichen werden.

Durch Schäden an den Leitungen gab es Stromausfälle bei 845.000 Haushalten. Betroffen von dem Sturmchaos war auch die Hauptstadt Sacramento.

Die größte Gefahr stellten jedoch die Regengüsse dar, die „lebensgefährliche Überschwemmungen“, so die Behörden, auslösten. In San José mussten Autoinsassen aus den Fluten gerettet werden.

Zwei Todesopfer waren bisher zu beklagen: Ein Opfer wurde im Ort Boulder Creek in einem Haus von einem umstürzenden Baum erschlagen, ein weiteres Todesopfer unter einem ebenfalls umgestürzten Baum in einem Garten entdeckt.

Schwer betroffen war auch der Süden des Riesenbundesstaats. In Los Angeles werden fast 200 Millimeter Niederschlag erwartet: Die Schulen blieben am Montag aber offen.

In Hollywood kam es zu Erdrutschen. Braune Erdmassen drangen in zwei Gebäude ein, Einrichtungsgegenstände wurden auf die Straße gespült. In den Landkreisen Monterey, Santa Barbara, Ventura und Los Angeles waren Evakuierungen angeordnet worden.

In der Sierra Nevada fielen enorme Schneemengen – 60 Zentimeter der weißen Pracht etwa im Ski-Resort Palisades Tahoe. Es war dort der bisher heftigste Schneesturm der Saison.

Gouverneur Gavin Newsom hatte bereits vor dem Eintreffen des Küstensturms den Notstand ausgerufen.

Kalifornien kann nach dem Abzug des Monstersturmes nur kurz durchatmen: Ein weiterer Sturm – Teil des sogenannten „Pineapple Express“-Phänomens, mit einem Strom feuchter Meeresluft von Hawaii bis an die US-Westküste – wird noch in dieser Woche erwartet.

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