Eine halbe Milliarde Dollar an Strafen – und dann gibt es für Trump auch noch die Zinsen…


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Donald Trump sieht sich nach zwei schweren Gerichtsniederlagen finanziell stark unter Druck gesetzt.

In einem New Yorker Finanzprozess gegen seine Firma, die Trump Organization, wurde er dazu verurteilt, illegale Profite in Höhe von 355 Millionen Dollar zurückzuzahlen. Hinzu kommen Zinsen in Höhe von insgesamt 98,6 Millionen Dollar, was seine Gesamtschuld auf 453,6 Millionen Dollar erhöht. Jeden Tag kommen weitere 87.000 Dollar an Zinsen hinzu, was seine finanzielle Lage weiter verschärft.

Trump hat nun etwa vier Wochen Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen und dem Gericht zu beweisen, dass er über die Mittel verfügt, um die Strafe zu begleichen. Seine Anwältin Alina Habba äußerte sich zuversichtlich, dass sie entsprechende Vorbereitungen treffen, um dies zu ermöglichen.

Obwohl „Forbes“ Trump weiterhin ein geschätztes Vermögen von 2,6 Milliarden Dollar zuschreibt, bleibt unklar, wie viel davon liquide ist. Vor den aktuellen finanziellen Rückschlägen wurde Trump bereits zu einer Geldstrafe von 83 Millionen Dollar verurteilt, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass er die Kolumnistin E. Jean Carroll sexuell missbraucht und diffamiert hatte.

Weder die Republikanische Partei noch Trumps Anhänger können ihm effektiv aus der finanziellen Misere helfen. Das „Republican National Committee“ kann seine Anwaltskosten nicht einfach übernehmen, und eine GoFundMe-Spendenaktion seiner Anhänger hat bisher nur begrenzte Mittel aufgebracht.

Die Justizprobleme Trumps wirken sich auch auf seine politische Zukunft aus, insbesondere auf mögliche Wahlkämpfe. Präsident Biden hat erheblich mehr Mittel in seiner Wahlkampfkasse als Trump, teilweise aufgrund der hohen Justizkosten, die Trump zu tragen hat.

Zusätzlich zu den Zivilprozessen stehen Trump noch vier strafrechtliche Prozesse bevor, darunter einer, der am 25. März in Manhattan beginnen soll und sich mit Schweigegeldzahlungen an Stormy Daniels befasst. Der Start der weiteren Prozesse, darunter zu den Ereignissen am 6. Januar und zu mutmaßlicher Wahlmanipulation in Georgia, ist noch unklar.

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