Trump geht gegen ruinöse 454 Millionen Dollar Strafe in Berufung – und Staatsanwalt Bragg will Maulkorb


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Die rechtlichen Probleme von Donald Trump nehmen täglich an Komplexität zu.

Am Montag legte der ehemalige Präsidentschaftskandidat für 2024 Einspruch gegen das vernichtende Urteil wegen Betrugs seiner Immobilienfirma, der „Trump Organization“, ein.

Richter Arthur Engoron verhängte eine enorme Geldstrafe in Höhe von 454 Millionen Dollar (inklusive Zinsen), indem er Trump, seinen Söhnen und Top-Managern vorwarf, Immobilienwerte überhöht zu haben, um Banken und Versicherungen zu täuschen und Trumps Vermögen aufzublähen.

In den Berufungsunterlagen kritisierte Trumps energische Anwältin Alina Habba, dass der Richter „juristische Fehler“ begangen und seine Befugnisse überschritten habe. Trump selbst hat sich während des Prozesses und nach dem Urteil mehrfach und lautstark über eine vermeintliche „politische Hexenjagd“, einen „korrupten Richter“ und eine „bösartige Klägerin“ beschwert.

Sein Hauptproblem ist nun, dass er in weniger als vier Wochen entweder die gesamte Strafsumme auf einem Treuhandkonto hinterlegen muss, bis alle Instanzen durchlaufen sind, oder eine Bürgschaft vorlegen muss, bei der andere für die Summe haften. Dies stellt für Trump einen finanziellen Balanceakt dar, da er nicht genügend liquide Mittel auf seinen Bankkonten hat.

Die Staatsanwältin Letitia James hat bereits damit gedroht, Trump-Gebäude in New York zu beschlagnahmen, um die Strafsummen durch Notverkäufe zu decken. Sie hat insbesondere das Gebäude „40 Wall Street“ im Visier, aber selbst der Trump Tower wäre nicht sicher.

Parallel dazu bereitet sich Trump auf seinen ersten Strafprozess vor, bei dem ihm bei einer Verurteilung sogar eine Haftstrafe droht. Der Prozess wegen einer Schweigegeldzahlung an die ehemalige Geliebte Stormy Daniels, eine Pornodarstellerin, beginnt am 25. März in Lower Manhattan. Staatsanwalt Alvin Bragg möchte Trump bereits vor Prozessbeginn daran hindern, abfällige Bemerkungen über das Verfahren und die Hauptakteure zu machen. Er argumentiert, dass Trump für „Beleidigungen von Geschworenen, Zeugen, Anwälten und dem Gerichtspersonal bekannt“ ist und die „Integrität dieses Strafverfahrens“ gewahrt werden muss.

Sollte der Richter dem Antrag zustimmen und Trump dagegen verstoßen, droht sogar Untersuchungshaft.

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