Der Super Tuesday ist vorbei – nun beginnt die Schlammschlacht ums Oval Office


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Ein achtmonatiges Ringen zwischen Joe Biden und Donald Trump steht bevor. Biden sicherte sich knapp den Sieg im Jahr 2020, während Trump im neuen Schicksalswahljahr 2024 auf Revanche hofft.

In 15 US-Bundesstaaten wurde am Dienstag über die Kandidaten beider Parteien abgestimmt. Doch kaum Spannung kam auf: Als amtierender Präsident hat Biden keine ernsthafte Konkurrenz, während Trump bereits seine Konkurrenten in den Vorwahlen praktisch niedergerungen hatte. Nikki Haley, seine letzte einzige innerparteiliche Gegnerin, schied nach 14 weiteren Niederlagen und nur einem knappen Sieg (Vermont) Mittwochmorgen endgültig aus dem Rennen.

Biden gegen Trump also. Wie 2020. Obwohl die Amerikaner sich frischen Wind mit jüngeren Kandidaten erhofft hatten, werden diese beiden Namen am 5. November auf dem Wahlzettel stehen, sofern nichts Dramatisches passiert.

Trump geht mit überraschend positiven Entwicklungen in das Rennen: Er führt in den wichtigsten Umfragen zwei bis vier Prozentpunkte vor dem Präsidenten. Auch in sieben entscheidenden Schaukelstaaten liegt er vorne. Biden plant, bei seiner jährlichen Kongressrede am Donnerstag eine Eröffnungssalve gegen Trump abzufeuern, um seine Ausgangsposition zu verbessern.

Die Demokraten sind nervös und panisch. Sie erkennen, dass die US-Justiz sie kaum retten wird. Nur einer der vier Strafprozesse gegen Trump hat einen festen Starttermin. Am 25. März muss sich Trump in New York wegen früherer Schweigegeldzahlungen vor Gericht verantworten. Die anderen Anklagen stehen noch aus oder werden von Skandalen überschattet.

Insgesamt steht Trump stärker im Wahlduell da als erwartet. Die Top-Themen, die darüber entscheiden werden, ob Biden weitermachen kann oder Trump zurückkehrt, sind vielfältig.

Beide Kandidaten zusammen sind 159 Jahre alt, ein bisher ungekanntes „Uropa-Duell“ in den USA. Biden, 81, wird von über 80 Prozent der US-Wähler aufgrund seines Alters kritisiert, während Trump, 77, trotz seines Alters besser abschneidet.

Trump punktet mit seiner scharfen Kritik an der Massenmigration, die durch Bidens „sanftere Grenzpolitik“ ausgelöst wurde. Die Geduld der Bürger ist nach sieben Millionen illegalen Grenzübertritten in seiner Amtszeit und den Ausgaben zur Versorgung der Migranten erschöpft. Die meisten Amerikaner würden jetzt sogar den Bau einer Grenzmauer unterstützen. Trump wirkt bei diesem Thema rehabilitiert.

Es ist offensichtlich, dass die Schlacht um das Weiße Haus im Jahr 2024 kein positiver Wettstreit um die besseren Ideen sein wird. Stattdessen gerät das Duell zur Abstimmung über die jeweilige „Grässlichkeit“ des anderen.

Biden warnt vor einem „Autokraten“ Trump, der die Demokratie zerstören und sich mit Despoten wie Putin und Xi verbünden würde, während Trump Biden als „senil“ darstellt, der die Nation durch „Woke-Wahnsinn“, Kommunismus, Klimaschutz und Masseneinwanderung „zerstören“ würde.

Am Ende wird derjenige gewinnen, der trotz dieser erwarteten Schlammschlacht am Ende noch Wähler mobilisieren kann.

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