Comeback-Trump: Siegeszug bis ins Weiße Haus?


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Donald Trump scheint erneut kaum zu bremsen zu sein.

Er hat jegliche innerparteiliche Konkurrenz bei den Republikanern in Rekordzeit aus dem Weg geräumt und strebt nun danach, Joe Biden aus dem Weißen Haus zu vertreiben. Während die meisten Amerikaner das „Rückspiel“ des Duells von 2020 skeptisch betrachten, hat Trump die Oberhand. Laut einer Umfrage der New York Times lag er zuletzt mit vier Prozentpunkten vorne. Selbst liberale US-Medien stellen fest: Biden wirkt fast schon erledigt…

Ein bemerkenswertes Comeback: Nach den Unruhen im Kapitol verließ Trump das Weiße Haus unter Verurteilung. Es schien, als wäre Florida-Gouverneur Ron DeSantis sein designierter Nachfolger, während Trump mit vier Anklagen konfrontiert war, die ihn eher ins Gefängnis als zurück ins Weiße Haus zu führen schienen. Doch jetzt ist er wieder voll im Rampenlicht, dank seiner treuen Anhängerschaft von Make America Great Again. Es scheint, als könnte ihn selbst eine Verurteilung kaum aufhalten.

Auch im Duell der politischen Veteranen – Biden mit 81, Trump mit 77 – betrachten die Amerikaner Trump als agiler.

Er punktet mit Kritik an der Massenmigration, die unter Biden außer Kontrolle geraten ist. Dreimal so viele Migranten kamen unter Biden wie unter Trump ins Land. 61 Prozent der US-Bürger unterstützen jetzt sogar den Bau einer Grenzmauer.

Trump argumentiert, dass ein „seniler“ Biden das Land durch liberale Exzesse in ein „Drittweltland“ verwandelt habe: Kriminelle Banden und straffällige Migranten durchstreifen die Metropolen, während die Inflation das Leben unerschwinglich macht.

Früher war Negativität in der Politik ein Tabu, aber für Trump ist sie ein Erfolgsrezept. Die Schlacht von 2024 wird also kein positiver Wettbewerb um die besseren Ideen sein, sondern eher eine Abstimmung über die „Grässlichkeit“ des anderen.

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