Mar-a-Lago, Privatjet, Penthouse – oder gar die Pleite: Was kann Trump alles verlieren?


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Countdown zur Kulmination des Trump-Finanzdramas am Montag: Er müsste eine Bürgschaft für 120 Prozent der Strafsumme bei Gericht vorlegen, also 557 Millionen Dollar.

Er wird es kaum schaffen, außer es gibt noch ein „Last Minute“-Wunder. Dann wäre die Klägerin Letitia James am Zug – und die könnte brutal zulangen: Immobilien (vom Trump-Tower bis Mar-a-Lago), Bankkonten, Flugzeuge, Helikopter, Fahrzeuge, ja sogar Golfwagen könnten gepfändet werden – Trumps Lebenswerk stünde vor dem Ruin.

Der White-House-Kandidat könnte mit einer „Chapter 11“-Insolvenz die Flucht nach vorne antreten, doch das seinem Image im Wahlkampf schaden. Es sind für Trump die bittersten Stunden seit der Niederlage gegen Biden 2020.

Bis Montag jedenfalls steht der 77-jährige Präsidentschaftskandidat vor der Herausforderung, für die verhängte Strafsumme aus einem verlorenen Finanzprozess gegen die Immobilienfirma „Trump Organization“ in Höhe von 464 Millionen Dollar zumindest eine Garantieanleihe vorzulegen. Trump wurde verurteilt, weil seine Firma Immobilienwerte betrügerisch überbewertet hatte.

Trumps Anwälte haben dem Gericht bereits mitgeteilt, dass dies eine unüberwindbare Hürde sei. Mehr als 30 Firmen, die in der Lage wären, Beträge zu garantieren, haben abgelehnt. Es war schwierig, jemanden zu finden, der für einen derartigen Betrag bürgen würde, so die Anwälte.

Die Lage für Trump wird noch schwieriger: Eine Anleihe müsste sogar für 120 Prozent der Strafsumme ausgestellt werden, was einen Betrag von 557 Millionen Dollar ergibt, also mehr als eine halbe Milliarde Dollar.

Sollte Trump bis Montag tatsächlich keine solche Garantie vorweisen können, kann die Klägerin, Staatsanwältin Letitia James, mit der Pfändung seiner Immobilien beginnen. Auf ihrer Liste stehen ikonische Gebäude wie der Trump Tower in Midtown Manhattan, der Wolkenkratzer 40 Wall Street sowie Resorts in der Nähe der Metropole.

Es wird spekuliert, dass Trump den Stichtag einfach ignorieren und James herausfordern könnte, den Trump Tower zu beschlagnahmen, was zumindest maximale Publicity garantieren würde. Es wird auch diskutiert, ob Trump einfach Insolvenz nach Kapitel 11 anmelden könnte, doch das würde Komplikationen für seine mögliche erneute Kandidatur für das Weiße Haus bedeuten.

Trump hat bereits ein Berufungsgericht in New York angerufen, um zu erreichen, dass die Hinterlegung der ruinösen Strafzahlungen zumindest vorläufig ausgesetzt wird. Experten betrachten dies als einen verzweifelten juristischen Schritt.

Einige Analysten glauben, dass die Lage noch drastischer werden könnte, etwa indem Behörden am Eingang des Trump Towers Ketten anbringen. Trump besitzt hier sein dreistöckiges Penthouse, dessen Wert auf 30 Millionen Dollar geschätzt wird.

Staatsanwältin James könnte auch breitflächig zuschlagen und Bankkonten einfrieren lassen. Es wird sogar darüber diskutiert, ob Trumps Privatflugzeug gepfändet werden könnte.

Obwohl das Magazin „Forbes“ Trumps Vermögen weiterhin auf 2,6 Milliarden Dollar schätzt, wird deutlich, dass es offenbar Engpässe bei flüssigen Mitteln gibt.

Alles in allem könnte Trump praktisch sein gesamtes Vermögen verlieren, da der Wert all seiner Besitztümer im Bundesstaat New York auf insgesamt 690 Millionen Dollar geschätzt wird. Staatsanwältin James könnte auch gegen andere Immobilien vorgehen, wie etwa sein Resort Mar-a-Lago in Florida.

CNNs Rechtsexperte Ryan Goodman beschrieb die düstere Lage für Trump, sollte er es nicht bis Montag schaffen: „Letitia James wird dann sein Eigentum, sein gesamtes Vermögen und auch seine Bankkonten pfänden – und das ist nicht auf New York beschränkt.“ Es ist wahrscheinlich, dass sie bereits weiß, wo er Vermögenswerte hat.

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