Trump-Prozess: Tabloid-König Pecker belastet Angeklagten, doch Verteidigung punktet im Kreuzverhör


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Donald Trump, 77, steht vor einem juristischen Sturm an verschiedenen Fronten.

In New York wurde der Prozess bezüglich der angeblichen Schweigegeldzahlungen an die ehemalige Affäre, Pornostar Stormy Daniels, fortgesetzt, wobei die Ankläger behaupteten, dass diese Zahlungen die 2016-Wahlen beeinflussen sollten.

Doch das war nicht die einzige Front des Dramas: In Washington D.C. war eine entscheidende Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof angesetzt, bei der es darum ging, inwieweit Trump während seiner Amtszeit Immunität vor strafrechtlicher Verfolgung genoss und ob er wegen seiner versuchten Machterhaltung trotz seiner Niederlage bei den Wahlen 2020 strafrechtlich belangt werden könnte.

Am Donnerstag begann Trump mit einem Frühstart, indem er an einem Wahlkampfauftritt teilnahm, bevor er sich auf den Weg zum Gericht machte, wo er auf der Anklagebank Platz nahm. Die Staatsanwaltschaft reichte zunächst vier weitere Verstöße gegen die gerichtliche Schweigeanordnung ein, da Trump erneut über Zeugen sprach. Die Ankläger forderten Richter Juan Merchan erneut auf, ihn wegen Missachtung des Gerichts zu bestrafen. Dies waren bereits 14 Verstöße, auf die der Richter noch kein Urteil gefällt hatte, wobei eine Geldstrafe oder sogar Beugehaft über Trump schwebte.

Der ehemalige Tabloid-König David Pecker setzte seine Aussage im Zeugenstand fort, wobei er enthüllte, wie er für Trump im Wahlkampf schmutzige Arbeit erledigte. Pecker berichtete von Zahlungen an Trumps Ex-Affäre Karen McDougal, um belastende Geschichten zu verhindern, sowie von einem Komplott mit Trumps Anwalt Michael Cohen, um auch Stormy Daniels mit Geld zum Schweigen zu bringen. Pecker machte auch deutlich, dass er ähnliche Dienste für andere Politiker geleistet hatte, darunter auch Arnold Schwarzenegger.

Trotz der belastenden Enthüllungen betonte Pecker, dass er Trump weiterhin als Mentor und Freund betrachtete, was Trump sichtlich bewegte.

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