Richter-Warnung: Spielraum wird für Trump enger bei Querschüssen gegen Stormy-Prozess


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Zur Eröffnung der dritten Prozesswoche in New York gab es eine kalte Warnung für Donald Trump. Der Tag begann mit einem Paukenschlag, als Richter Juan Merchan den ehemaligen Präsidenten wegen der Vertuschung von Schweigegeld-Zahlungen an die Porno-Darstellerin Stormy Daniels mit einer Geldstrafe von 9.000 Dollar belegte.

Trotz seiner erneuten Kandidatur für das Weiße Haus wurde Trump für mehrfache Verstöße gegen eine gerichtliche Schweigeanordnung verurteilt, die ihn daran hinderte, abfällige Kommentare über Zeugen, Geschworene und Gerichtsmitarbeiter zu machen. Trump verstieß laut Anklage bereits 14-mal dagegen, hauptsächlich durch abfällige Posts in sozialen Medien, einschließlich Attacken gegen die Hauptzeugen des Prozesses, Stormy Daniels und Trumps früheren Anwalt Michael Cohen.

Die Geldstrafe wird Trump kaum belasten, aber Richter Merchan warnte auch vor möglicher Beugehaft bei weiteren Verstößen. Eine mildere Entscheidung traf der Richter jedoch, als Trump um Erlaubnis bat, die Highschool-Abschlussfeier seines Sohnes Barron am 17. Mai besuchen zu dürfen, was ihm gestattet wurde. Merchan argumentierte, dass dies den Zeitplan des Prozesses nicht wesentlich beeinträchtigen würde.

Der Prozess vor dem New York County Supreme Court umfasst insgesamt 34 Anklagepunkte. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Trump, mit der Zahlung von Schweigegeld an Daniels in Höhe von 130.000 Dollar, die von seinem damaligen „Fixer“ Michael Cohen geleistet wurde, Geschäftsunterlagen gefälscht und den Wahlkampf von 2016 manipuliert zu haben.

In der Vorwoche hatte einer der Hauptzeugen des historischen Strafprozesses, der ehemalige Herausgeber des „National Enquirer“, David Pecker, detailliert dargelegt, wie er Trump während des Wahlkampfs unterstützte. Er hatte Cohen über die drohende Enthüllung durch Stormy Daniels alarmiert und auch die Geschichte einer weiteren mutmaßlichen Affäre mit dem Playboy-Model Karen McDougal gekauft, die jedoch nie veröffentlicht wurde.

An diesem Prozesstag wurde auch eine größere Gruppe von Trump-Anhängern vor dem Gerichtsgebäude in Lower Manhattan gesichtet, obwohl Trump seine MAGA-Basis wiederholt aufgefordert hatte, gegen die aus seiner Sicht „juristische Hexenjagd“ zu protestieren. Bislang erschienen jedoch nur wenige Dutzend Trump-Anhänger in der Protestzone.

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