Trump-Prozess wird wegen Stormys Sexdetails zur Justiz-Farce


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Die Darstellung von Stormy Daniels während des New Yorker Strafprozesses gegen Donald Trump hat viele hochnotpeinliche Details über ein angebliches Treffen im Jahr 2006 ans Licht gebracht. Doch paradoxerweise könnte dies Trump unbeabsichtigt vor einer Verurteilung bewahrt haben.

Die Gerichtsszenen im Saal 1530 des New Yorker Strafgerichts werden von einigen Beobachtern bereits als Justizskandal betrachtet. Stormy Daniels enthüllte in ihren Aussagen pikante Sexdetails, die den aktuellen Präsidentschaftskandidaten in ein unvorteilhaftes Licht rücken. Sie schilderte detailliert, wie sie angeblich von Trumps Bodyguard zu einem Treffen eingeladen wurde und in seiner luxuriösen Hotelsuite über banale Dinge sprachen, während Trump in Boxershorts am Bett lag und sie zum Sex überredete.

Die Flut an Sexdetails während des Prozesses ließ einige Beobachter zweifeln, ob es tatsächlich um juristische Gerechtigkeit ging oder eher darum, den Republikaner-Kandidaten bloßzustellen. Denn Trump war nicht wegen eines Seitensprungs oder der späteren Schweigegeldzahlung von 130.000 Dollar angeklagt, sondern wegen der mutmaßlichen Verschleierung dieser Zahlung. Die Anklage warf ihm vor, Geschäftsunterlagen „gefälscht“ zu haben, um die Transaktion zu verschleiern.

Trumps Verteidigung forderte nach den Enthüllungen von Stormy Daniels sofort die Einstellung des Verfahrens. Sie argumentierte, dass die peinlichen Details nichts mit dem eigentlichen Verfahren zu tun hätten und die Jury nun nicht mehr in der Lage sei, ein faires Urteil zu fällen.

Obwohl der Richter einen Prozessstopp ablehnte, gab er zu, dass die Zeugin schwer zu kontrollieren war, und es wird auch seine Entscheidung kritisiert, solche Enthüllungen im Zeugenstand zuzulassen.

Trumps wiederholte Beschwerden über eine juristische „Hexenjagd“ mögen bisher zweifelhaft erschienen sein, doch angesichts des Morasts an unnötigen Sexenthüllungen im New Yorker Strafprozess werden seine Klagen glaubhafter.

Insgesamt steht die New Yorker Justiz vor einem Scherbenhaufen, und der Prozess gegen Trump scheint eher zu einer medialen Schlammschlacht als zu einem fairen Gerichtsverfahren zu werden.

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