Was für ein Urteil? In Umfragen bleibt nach dem Trump-Schuldspruch alles beim Alten


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Die US-Wähler zeigen sich weitgehend unbeeindruckt vom Sensationsurteil der Vorwoche, als Ex-Präsident Donald Trump im New Yorker Schweigegeld-Verfahren in allen 34 Anklagepunkten wegen Dokumentenfälschung nach der Zahlung von 130.000 Dollar an Pornostar Stormy Daniels schuldig gesprochen wurde.

Laut einer aktuellen Umfrage des Emerson College zucken die US-Wähler jedoch offenbar mit den Schultern. 46 Prozent unterstützen weiterhin den neuerlichen Präsidentschaftskandidaten Trump, derselbe Wert wie im April. Sein Rivale, Amtsinhaber Joe Biden, hat ein wenig aufgeholt und liegt nun nur noch einen Prozentpunkt hinter ihm.

Zudem gaben 40 Prozent der Wähler an, dass der weltweit beachtete Schuldspruch keinerlei Einfluss auf ihre Kandidatenpräferenz habe. Ein Drittel fand, dass es unwahrscheinlicher sei, dass sie dem Republikaner als jetzt verurteilten Straftäter ihre Stimme geben würden. Aber fast ebenso viele sagten, ihre Wahl für Trump sei wahrscheinlicher.

Damit scheint Trumps Taktik, den Prozess als politisch motivierte Hexenjagd zu bezeichnen, aufzugehen.

Unter dem Strich bleibt also alles beim Alten – das „Rückspiel“ zwischen Trump und Biden ist ein dramatisches Kopf-an-Kopf-Rennen. Die meisten Wähler blieben auch während und nach dem historischen Prozessdrama mit wüsten Sexdetails, einem Ex-Anwalt wie aus einem Mafiafilm im Zeugenstand und der kurzfristigen Räumung des Gerichtssaals in ihren Lagern: Demokraten empfinden die Verurteilung als schwerwiegend, Republikaner klagen über einen unfairen Prozess.

Immerhin wollen 40 Prozent der Wähler, dass Trump ins Gefängnis kommt. Die politische Polarisierung der USA vertieft sich weiter…

In einer anderen Umfrage verteidigt Trump auch seine Führung in einem wichtigen „Schaukelstaat“: Er liegt in Georgia weiterhin mit fünf Prozentpunkten vorne.

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