
Wann reißt Trump der Geduldsfaden mit Putin – und überhaupt der Weltpolitik?
Key Point Summary – Trump Außenpolitik Krise
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Donald Trump startet selbstbewusst ins Jahr, gerät außenpolitisch aber unter Druck
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Wladimir Putin führt Trump mit einer Drohnen-Geschichte vor
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Die CIA widerspricht klar russischen Behauptungen
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Auch Venezuela und Nahost bleiben ungelöste Brandherde
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Innenpolitischer Gegenwind vor den Zwischenwahlen wächst
Donald Trump startete mit gewohntem Elan und einer rauschenden Party in seinem Prunk-Resort Mar-a-Lago ins neue Jahr – doch die Herausforderungen wachsen, vor allem außenpolitisch. Hart gerade: Der US-Präsident wurde von Wladimir Putin vorgeführt. Der Kreml-Herrscher hatte ihm telefonisch von einem angeblichen ukrainischen Angriff mit 91 Drohnen auf eine seiner Privatresidenzen berichtet. Trump tappte in die Falle und kritisierte Kiew wegen einer mutwilligen Eskalation. „Das ist doch sein Zuhause“, monierte er. Dabei lag nahe, dass der Ex-KGB-Agent mit einer Finte einen Vorwand suchte, den Krieg trotz zuletzt Fahrt aufnehmender Friedensbemühungen fortzuführen. Nun bestätigte die CIA: Die Ukraine hatte mit der „Attacke“ nichts zu tun. Trump wirkt düpiert.
Der Republikaner, der im Wahlkampf vollmundig versprach, den Ukrainekrieg binnen 24 Stunden zu beenden, lehnte sich bislang eher an Putin an (inklusive dem Flop-Gipfel in Alaska). Er setzte auf seine „guten Beziehungen“, wie er betont, um einen Deal zu verhandeln. Moskau aber spielt eher auf Zeit. Die Kernfrage für 2026: Wann reißt Trump der Geduldsfaden? Es mehren sich Anzeichen: Die USA sanktionierten bereits Länder wegen Importen von russischem Öl. Und nach Putins „Drohnen-Stunt“ erklärte Trump den Kreml zum „Friedens-Hindernis“.
Beobachtet wird auch, wie lange Trumps Interesse an einem Kriegsende im fernen Europa anhält. Denn im eigenen Hinterhof steckt er im Dilemma: Der Druck auf Venezuela-Diktator Nicolás Maduro wurde zuletzt schrittweise erhöht – Luftschläge gegen Drogenboote, Beschlagnahmung von Öltankern, zuletzt CIA-Aktionen im Land. Die Taktik, wie Stabschefin Susie Wiles in einem Interview ausrutschte: Maduro ins Exil drängen. Doch der tanzt lieber fröhlicher mit Anhängern statt die Koffer zu packen. Und ob Trump wirklich Appetit auf einen breiteren Krieg hat, bleibt fraglich – zumal seine Basis neue militärische Abenteuer ablehnt.
Rückschläge folgten auch im Nahen Osten nach Trumps Triumph bei der Freilassung der letzten Gaza-Geiseln. Die Umsetzung von Phase zwei des Friedensplans – Entwaffnung der Hamas, Abzug der israelischen Armee aus Gaza, neue Verwaltung der zerstörten Enklave – steckt fest. Zudem könnte das vom Volksaufstand erschütterte Mullah-Regime im Iran rasch wieder zum Krisenherd werden.
Alles in allem wird erwartet, dass Trump sich dieses Jahr stärker auf die Innenpolitik konzentriert. Viele Auslandsreisen und der Fokus jenseits der US-Grenzen stoßen in den eigenen Reihen auf Kritik – besonders, weil die Lebenshaltungskosten weiter steigen, auch wegen Zöllen und Handelskriegen. Trump muss fürchten, dass die Republikaner bei den Kongress-Zwischenwahlen im Herbst mindestens eine Kammer verlieren. Dann droht ihm der Status der „lahmen Ente“ – ein Schicksal, das ihm kaum gefallen dürfte.

