Der ehemalige Gehirn-Chirurg und gegenwärtige Republikaner-Kandidat fürs Oval Office verteidigt sich nach skandalösen Aussagen als Reaktion auf das Massaker des Psychokillers Christopher Harper-Mercer am “Umpqua Community College“ in Roseburg (Oregon).

Carson hatte angemerkt, dass ER sich nicht einfach so abknallen hätte lassen. Er kritisierte damit indirekt die Opfer des Blutbades, wonach die sich nicht energischer zur Wehr gesetzt hätten. An den laschen Waffengesetzen hatte der tiefreligiöse “Polit-Prediger” hingegen nichts auszusetzen.

Carson bemängelte, dass sich Lehrer und Studenten nicht sofort auf den Killer stürzten: “Ein Schütze kann nicht alle auf einmal erschießen”, dozierte er: “Deshalb wäre es gut gewesen, ihn zu überwältigen”.

Ein Shitstorm tobt. Das Magazin „New Yorker“ ätzte: „Ben Carson: Pompeji-Opfer hätten der Lava davonlaufen sollen…“

Durchleuchtet wird nun auch Carsons Karriere als Gehirnchirurg: Neben Triumphen wie die Separation von siamesischen Zwillingen soll es auch düsterere Vorfälle geben: Carson soll als Doktor bei einer Operation einen Wattebausch im Gehirn eines Patienten vergessen haben. Nach einer missglückten Operation wäre ein Mädchen teilweise gelähmt zurückgeblieben, berichtet dazu der National Enquirer. Nichtsdestotrotz entpuppte sich jetzt der rechte Medien-Tycoon Rupert Murdoch als großer Fan des Rechtsaußen: Es wäre Zeit für einen „richtigen Schwarzen“ im Oval Office, sagte Murdoch. Eine richtige Entgleisung.