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Der Thriller geht weiter – die Welt blickt gebannt auf das belagerte Weiße Haus: Jetzt gibt es erste Reaktion von James Comey auf einen Tweet, in dem Donald Trump dem ehemaligen FBI-Chef drohte und suggerierte, dass es ein Abhör-“Tape” über eines ihrer Treffen geben könnte.

Trump und Comey hatten sich am 27. Januar zu einem Abendessen in den Privatgemächern des Weißen Hauses getroffen.

“James Comey kann nur hoffen, dass es keine Tapes unserer Gespräche gibt, bevor er der Presse Sachen zusteckt”, twitterte Trump drohend.

Seither wird an einem der dramatischsten Tage in Washington seit Jahren wild spekuliert: Ließ Trump den ranghöchsten Polizisten Amerikas abhören?

Comey unterdessen schlägt bei dem knallharten Duell zweier Machtmenschen zurück: Trump könne solche Tapes ruhig veröffentlichen, steckte sein Umfeld den Sendern CNN und NBC. Er würde sogar begrüßen, sollten solche Aufzeichnungen existieren, hieß es.

Der ehemalige FBI-Chef lasse auch Aussagen von Trump dementieren, so der Report, wonach er um das Dinner ersucht und gebeten hätte, seinen Job an der Spitze der Bundespolizei behalten zu dürfen. Übersetzt: Trump hätte in dem NBC-Interview gelogen.

Sean Spicer wollte nicht dementieren, ob Trump Comey bei den Privattreffen abhören ließ: Er mochte sich dazu nicht äußern, sagte der White-House-Sprecher bei einer turbulenten Presse-Konferenz.

Jedenfalls: Mit Schlagzeilen über Abhören und Tapes erinnert das Drama immer frappanter an Watergate-Zeiten. Die “Washington Post” ging bereits hart ins Gericht mit dem sich immer autoritärer gebärdenden Trump: “Eines ist bereits klar”, hieß es: “Der Präsident schert sich wenig um die Gesetze!”

Trumps Partei unterdessen geht auf Tauchstation: “Rom brennt – und die Republikaner sind besorgt”, lästere bereits das Portal “Huffington Post”.