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Es wird ein Moment der US-Geschichte, so dramatisch, wie es die USA seit den Megaskandalen der Ex-Präsidenten Richard Nixon („Watergate“) und Bill Clinton („Monicgate“) nicht mehr erlebte;: Der von Präsidenten Trump  gefeuerte FBI-Chef James Comey, ein imposanter Zwei-Meter-Riese, wird in Kürze vor einem Senatsausschuss die Hand zum Eid heben – und über die Russen-Affäre und Trumps Einschüchterungsversuche auspacken.  

Comey nahm eine Einladung des „Senate Intelligence Committee“ an. Als Termin wird noch fixiert. Das öffentliche Hearing — samt Live-TV-Berichterstattung – soll kurz nach dem „Memorial Day“ (29. 5.) über die Bühne gehen.

Warum ist der Ex-FBI-Chef so gefährlich für Trump? Seine Aussagen könnten darauf hindeuten, dass sich  Trump der Justizbehinderung schuldig gemacht haben könnte – ein Verbrechnen, das ihm das Amt kosten könnte.

Denn laut Comeys Gedächtnisprotokollen („Memos“) hätte ihn Trump bedrängt, diverse „Kremlgate“-Ermittlungen einzustellen.

Trump wollte krampfhaft nach seiner Vereidigung den FBI-Mann zu seinem Kumpel machen, um  die Russland-Causa zu entschärfen. Der Top-Cop, der die Unabhängigkeit der Bundespolizei vor politischer Einflussnahme verteidigte, widersetzte sich der anfänglichen Charme-Offensive: Er hatte sich bei einem Event im Weißen Haus einmal sogar halb hinter dem Vorhang versteckt, damit ihn Trump nicht erspäht (erfolglos, Trump umarmte ihn dann).

Letztendlich feuerte Trump den widerspenstigen FBI-Chef. Comey jedoch hat die teils hochbrisanten Interaktionen mit Trump mit Gedächtnisprotokollen dokumentiert. Auch diese nun berühmten „Comey-Memos“ dürften bald öffentlich werden: Welche weiteren Geheimnisse verrät er?

Eine steht fest: Das Comey-Hearing könnte zum Anfang vom Ende der Trump-Präsidentschaft werden.