Trump torpediert Firmenfusion – wegen CNN…


CNN
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Ist es nichts anderes als plumpe Rache?

Das US-Justizministerium will die Fusion von Time Warner, der Mutterfirma von CNN, mit dem Telekom-Riesen at&t mit einer Klage blockieren.

Die beiden Konzerne kündigten prompt Gegenklagen an, um den Zusammenschluss vor Gericht zu erzwingen.

at&t-Chef Randall Stephenson feuerte bei einer Pressekonferenz eine Breitseite gegen die Trump-Regierung ab: Er deutete an, dass politische Überlegungen eine Rolle gespielt haben könnten, nachdem das Justizministerium in den letzen Jahrzehnten ähnlich strukturierte Deals stets durchgewunken hatte.

Man muss kein Sherlock Holmes sein, um das offensichtliche Komplott zu durchschauen: Für den US-Präsidenten war CNN wegen seiner kritischen Berichterstattung zum größten Medien-Prügelknaben geworden, er beschimpft den Sender bei jeder Gelegenheit als „Fake News“.

Plötzlich hatte Trumps Justizministerium unter Jeff Sessions angeregt, Time Warner solle CNN verkaufen vor der Fusion mit at&t. Plumper hätte die Politisierung eines Wirtschaftsdeals kaum ausfallen können.

Der Telekom-Konzern weigerte sich jedoch. Geschäftsführer Stephenson wiederholte jetzt neuerlich, dass er CNN und damit die Pressefreiheit mit aller Macht vor Gerücht verteidigen würde.

Corporate America jedenfalls hat noch kaum eine derart dreiste Einmischung des Weißen Hauses erlebt – der Skandal führt zu Schockwellen in den Chefetagen.

Aktien-Notierungen von at&t und Time Warner stürzten bereits ab.

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